Vergeben ? Ich ? Dir ?

Längst.

Ich tat′s, noch eh ich′s wusste.

Aber vergessen ? Vergessen ? . . . Ach, wenn ich′s könnte !

 

Oft,

mitten im hellsten Sonnenschein,

wenn ich fröhlich bin und "an nichts denke",

plötzlich,

da,

grau hockt es vor mir,

... wie eine Kröte !

 

Und alles, alles scheint mir wieder schal. Schal und trostlos.

Das ganze Leben.

 

Und ich bin traurig. Traurig über dich . . . und mich.


Das Gedicht "Schmerz" stammt von   (1863 - 1929).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





Zur Startseite: Gedichte