Eine Sammlung guter Gedichte über den Frühling - moderne und auch Klassiker; sowohl lang als auch kurz.
- Er ist's (Frühling lässt…) - Moerike
- Leise zieht durch mein Gemüt - Heine
- Frühling - Fontane
- Vom Eise befreit sind Strom und Bäche - Goethe
- In den duftenden Frühling will ich hinaus - Kurs
- Frühlingsglaube – Uhland
- Frühlingsnacht - Eichendorff
- Frühlingstraum - Müller
- Kirschblüte bei der Nacht - Brockes
- Es färbte sich die Wiese grün - Novalis
- Im Frühling - Moerike
- Der Frühling - Hölderlin
- Die blauen Frühlingsaugen - Heine
- Das ist die Drossel, die da schlägt - Storm
- Kuckuck, Kuckuck ruft aus dem Wald – Fallersleben
- Das Ei - Ringelnatz
Der Frühling ist eine der 4 Jahreszeiten. Er folgt auf den Winter und wird vom Sommer abgelöst.
Das Frühjahr ist traditionell durch die Erneuerung der Natur kennzeichnet: durch einen allmählichen Anstieg der Temperaturen, das Schmelzen des Schnees, das Austreiben und Blühen der Pflanzen, das Erwachen der Winterschläfer und die Rückkehr einiger Zugvögel. Die Tage werden länger, es wird allmählich wärmer und die Frostgefahr nimmt ab.
Mit der steigenden Lichtintensität stellt sich bei vielen Menschen ein besseres Allgemeinbefinden ein und kann auch eine leicht euphorische Stimmung bewirken. Daher erwachen bei vielen Menschen sogenannten Frühlingsgefühle, – falls noch nicht vorhanden – die Suche nach einem Partner und Verliebtheit. Das gleiche Phänomen gibt es in der Tierwelt (Appetenzverhalten, Balz, Brut- und Setzzeit).
Der 1. März markiert den meteorologischen Frühlingsanfang. Der astronomische Frühling beginnt üblicherweise am 20. März und endet am 21. Juni.
Das Wort "Frühling" entstand im 15. Jahrhundert als "früe-linc" und bezeichnete ursprünglich die „frühe Zeit“ oder den Anfang des Jahres, im Gegensatz zum späteren Lenz. Das Wort setzte sich allmählich, besonders durch die Lutherbibel, gegen den älteren Begriff „Lenz“ durch.
Lenz (althochdeutsch lenzo, lenzin) bezog sich auf die länger werdenden Tage (verwandt mit westgermanisch langartin und englisch length). Verwandt ist auch das englische „lent“ das Fastenzeit bedeutet (beginnt am Aschermittwoch dauert 40 Tage bis Ostern).
- März - Goethe
- April, April, der weiß nicht was er will - Seidel
- April - Loens
- April - Mueller
- Mai - Storm
- An Den Mai - Moerike
- Mailied - Goethe
Vorfrühling
- Winter, ade! Scheiden tut weh - Fallersleben
- Eisblumen - Rollett
- Frische Fahrt - Eichendorff
- Frühzeitiger Frühling - Goethe
- Frühlings Ankunft - Fallersleben
- Neuer Frühling - Heine
- Vorfrühling - Stadler
- Vorfrühling - Heyse
- Vorfrühling - Ernst
- Frühlingsahnen - Thoma
- Frühlingsahnung - Paoli
- Frühlingserwachen - Muehsam
- Frühlingsorakel - Goethe
- Frühling Ist Wiedergekommen - Rilke
- Sehnsucht Nach Dem Frühling - Fallersleben
- Vorfrühling - Rilke
Der Frühling
Mit duftenden Veilchen komm ich gezogen,
auf holzbraunen Käfern komm ich gebrummt,
mit singenden Schwalben komm ich geflogen,
auf goldenen Bienen komm ich gesummt.
Jedermann fragt sich, wie das geschah:
Auf einmal bin ich da!
Mascha Kaleko (1907–1975) war eine deutschsprachige Dichterin und Prosaautorin. Als Jüdin musste und konnte sie 1938 Berlin und Deutschland verlassen, um mit ihrem Mann und ihrem Kind nach New York ins Exil zu gehen. Im Oktober 1959 zogen sie und ihr Mann Chemjo Vinaver nach Jerusalem. Sie starb im Januar 1975 in Zürich während einer ihrer Reisen durch Europa. Ihre Gedichte sind von seltener Einfachheit und beschreiben die schwierigsten Dinge in einer einzigen Zeile.
Frühjahr
- Will dir den Frühling zeigen - Rilke
- Geburtstag Im Frühling - Guell
- Frühlingsgruss An Das Vaterland - Schenkendorf
- An Den Frühling - Schiller
- Frühling Und Herbst - Logau
- Frühlingsgedanken - Gruen
- Der Frühlingsregen Am Genfersee - Brun
- Der Frühling - Gibran
"Endlich, endlich erlaubt es die Witterung, Paris und den warmen Kamin zu verlassen, und die ersten Stunden, die ich auf dem Lande zubringe, sollen wieder dem geliebten Freunde gewidmet sein. Wie hübsch scheint mir die Sonne aufs Papier und vergoldet die Buchstaben, die ihnen meine heitersten Grüße überbringen!
Ja, der Winter flüchtet sich über die Berge, und hinter ihm drein flattern die neckischen Frühlingslüfte. […] Die Veilchen schauen neugierig hervor, […] und die Nachtigallen singen ein Triumphlied. Sie singen so schön und so frisch! Endlich können wir die große Oper mitsamt Meyerbeer und Duprez entbehren. Nourrit entbehren wir schon längst. Jeder in dieser Welt ist am Ende entbehrlich, ausgenommen etwa die Sonne und ich. Denn ohne diese beiden kann ich mir keinen Frühling denken, und auch keine Frühlingslüfte und keine Grisetten, und keine deutsche Literatur!
[…]
Die ganze Welt wäre ein gähnendes Nichts, der Schatten einer Null, der Traum eines Flohs, ein Gedicht von Karl Streckfuß! Ja, es ist Frühling und ich kann endlich die Unterjacke ausziehen. Die kleinen Jungen haben sogar ihre Röckchen ausgezogen und springen in Hemdärmeln um den großen Baum, der neben der kleinen Dorfkirche steht und als Glockenturm dient. Jetzt ist der Baum ganz mit Blüten bedeckt und sieht aus wie ein alter gepuderter Großvater, der ruhig und lächelnd inmitten der blonden Enkel steht, die lustig um ihn herumtanzen. Manchmal überschüttet er sie neckend mit seinen weißen Flocken, aber dann jauchzen die Knaben umso brausender."
Quelle: Vertraute Briefe an August Lewald, 1837, Heinrich Heine (1797-1856)
- Frühlingsandacht - Arent
- Frühlingsbotschaft - Fallersleben
- Frühlingslied - Buechner
- Frühlingslied - Hebbel
- Frühlingsfeier - Heine
- Was rauschet, was rieselt… - Seidel
- Frühlingsmorgen - Lingg
- Der Frühlingsmorgen - Baumberg
- Frühlingsdämmerung - Eichendorff
- Eine Frühlingsnacht - Storm
- Frühlingsnacht - Janitschek
- Du Feuchter Frühlingsabend - Geibel
- Der Frühlingsabend - Schubart
- Frühling - Brentano
- Frühling - Ball
- Frühlingsnetz - Eichendorff
- Frühling - Loens
- Frühlingsgruss - Eichendorff
- Frühlingsgruss - Buechner
- Frühling - Flaischlen
- Frühlingsliebe - Voss
- Frühling Der Liebe - Sturm
- Frühlingsliebe - Zedlitz
- Frühlingsgesang - Rollett
Siehe auch:
Gedichte