Wie herrlich leuchtet

Mir die Natur!

Wie glänzt die Sonne!

Wie lacht die Flur!

 

Es dringen Blüten

Aus jedem Zweig.

Und tausend Stimmen

Aus dem Gesträuch.

 

Und Freud′und Wonne

Aus jeder Brust.

O Erd`! o Sonne!

O Glück! o Lust!

 

O Lieb`! o Liebe!

So golden-schön,

Wie Morgenwolken

Auf jenen Höhn!

 

Du segnest herrlich

Das Frische Feld,

Im Blütendampfe

Die volle Welt.

 

O Mädchen, Mädchen,

wie lieb`ich dich!

Wie blickt dein Auge!

Wie liebst du mich!

 

So liebt die Lerche

Gesang und Luft,

Und Morgenblumen

Den Himmelsduft.

 

Wie ich dich liebe

Mit warmen Blut,

Die du mir jugend

Und Freud`und Mut

 

Zu neuen Liedern

Und Tänzen gibst.

Sei ewig glücklich,

wie du mich liebst!


Das Gedicht "Mailied" stammt von   (1749 - 1832).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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