Wie herrlich leuchtet
Mir die Natur!
Wie glänzt die Sonne!
Wie lacht die Flur!
Es dringen Blüten
Aus jedem Zweig.
Und tausend Stimmen
Aus dem Gesträuch.
Und Freud′und Wonne
Aus jeder Brust.
O Erd`! o Sonne!
O Glück! o Lust!
O Lieb`! o Liebe!
So golden-schön,
Wie Morgenwolken
Auf jenen Höhn!
Du segnest herrlich
Das Frische Feld,
Im Blütendampfe
Die volle Welt.
O Mädchen, Mädchen,
wie lieb`ich dich!
Wie blickt dein Auge!
Wie liebst du mich!
So liebt die Lerche
Gesang und Luft,
Und Morgenblumen
Den Himmelsduft.
Wie ich dich liebe
Mit warmen Blut,
Die du mir jugend
Und Freud`und Mut
Zu neuen Liedern
Und Tänzen gibst.
Sei ewig glücklich,
wie du mich liebst!
Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
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Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.
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