Wieder hat sich die Natur verjüngt,

wieder sich mit frischem Stoff gedüngt,

und dem Moder wie den jungen Keimen

hat die Kunst zu malen und zu reimen.

Die Gebeine harren der Bestattung,

währenddem die Früchte der Begattung

fröhlich ins Bereich des Lebens ziehn -

insoferne sie soweit gediehn.

Viech- und Menschern heben sich die Büsen;

in den Bäumen quillt′s und den Gemüsen.

Tief im Kern der Erde hat′s gekracht:

Ja, der Früh-, der Frühling ist erwacht.


Das Gedicht "Frühlingserwachen" stammt von   (1878 - 1934).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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