Geboren in Wiedensahl (bei Hannover), gestorben in Mechtshausen (im Harz).
Deutscher, humoristischen Dichter und Zeichner. Urvater des Comics.
Eine Liste der besten Gedichte von Wilhelm Busch. Schöne & berühmte Gedichte sind durch 1-3 Sterne [*] hervorgehoben. Diese Klassifizierung beinhaltet natürlich ein subjektives Urteil. Zudem sind kurze Gedichte durch ein [K] und lange durch ein [L] bzw. [XL] (episch) gekennzeichnet.
A
- Abschied [**]
- Ach, ich fühl′ es [K]
- Älter werden [K]
- Ärgerlich [K]
- Armer Haushalt [K]
- Auch er [K]
B
- Befriedigt
- Beneidenswert
- Beruhigt
- Beschränkt [K]
- Bewaffneter Friede
- Bis auf weiters [K]
- Bös und gut
- Buch des Lebens [K]
D
- Das Blut [K]
- Das brave Lenchen [L]
- Das Brot
- Das Glöcklein im Walde
- Das Rabennest
- Das traurige Röslein
- Das Zahnweh
- Der alte Narr (Ein Künstler)
- Der dicke Sack
- Der Einsame [***]
- Der Esel
- Der Frosch und die beiden Enten
- Der hohle Zahn [L]
- Der Knoten
- Der Maulwurf [L]
- Der Nöckergreis [XL]
- Der Philosoph
- Der Sack und die Mäuse
- Der Stern [**]
- Der Undankbare
- Die alte Sorge
- Die erste alte Tante sprach
- Die Freunde
- Die Haarbeutel [L]
- Die Liebe war nicht geringe
- Die Meise [L]
- Die Mücken
- Die Nachbarskinder [K]
- Die Schnecken
- Die Selbstkritik hat viel für sich [**]
- Die Teilung
- Dunkle Zukunft
E
F
- Fink und Frosch [*]
- Fortuna [K]
- Freunde [K]
- Früher, da ich unerfahren [K]
- Frühlingslied
G
- Gemartert [**]
H
I
- Ich bin Papa
- Ich kam in diese Welt herein
- Im Herbst
- Im Sommer [K]
- Immer wieder
- In trauter Verborgenheit (Herbst) [*]
K
L
- Laß ihn [K]
- Lieder eines Lumpen [*, XL]
M
- Mein Lebenslauf [*]
- Musik [K]
N
O
P
- Pst! [*, K]
R
- Reisen [K]
- Romanze
- Rotkehlchen [?]
S
- Sahst du das wunderbare Bild von...
- Schein und Sein
- Seelenwanderung [L]
- Seid mir nur nicht gar so traurig
- Sie hat nichts und du desgleichen [K]
- Sie war ein Blümlein hübsch und... [***]
- Stammbuchvers
- Summa Summarum
T
- Trauriges Resultat einer... [XL]
- Tröstlich [K]
U
- Über das Älterwerden [***]
- Unfrei
V
- Vater werden ist nicht schwer [***]
- Vertraut [?]
- Verwunschen [*]
- Verzeihlich
W
- Wanderlust
- Wankelmut
- Wärst du ein Bächlein
- Was soll ich nur von eurer Liebe...
- Wenn alles sitzenbliebe [K]
- Wenn ich dereinst
- Wenn wer sich wo als Lump... [K]
- Wiedergeburt
- Wirklich, er war unentbehrlich!
- Woher, wohin?
Z
- Zu Neujahr [*, K]
- Zum Geburtstag [*]
- Zum Geburtstag im Juni [*]
Einordnung
Wilhelm Busch ist berühmt für seine ironischen Verdrehungen, Verspottungen romantischer Stilelemente, satirischen Überspitzungen und Doppeldeutigkeiten. Entsprechend berufen sich eine Reihe (humoristischer) Dichter auf ihn als geistigen Vorfahr: Joachim Ringelnatz, Christian Morgenstern, Kurt Tucholsky, Erich Kästner, Eugen Roth und Heinz Erhardt. Für Kinder sind seine "lustigen" Gedichte allerdings kaum geeignet.
Wilhelm Busch wurde am 14. April 1832, als erstes von sieben Kindern aus der Ehe zwischen Henriette Kleine und Friedrich Wilhelm Busch in Wiedensahl (Niedersachsen), geboren.
Die Eltern waren strebsame, fleißige und fromme Protestanten, die es im Laufe ihres Lebens zu einigem Wohlstand brachten. Sie konnten es sich später erlauben, neben Wilhelm zwei weitere ihrer Söhne studieren zu lassen.
Busch wuchs in einer großen Familie auf. Schon als Kind zeigte er zeichnerisches Talent, zugleich war er ein eher stiller, beobachtender Mensch. Nach der Schulzeit begann er zunächst ein Maschinenbaustudium am Polytechnikum in Hannover, wechselte aber bald zur Kunst. Er studierte unter anderem in Düsseldorf, Antwerpen und München. Eine schwere Typhuserkrankung zwang ihn zeitweise zur Rückkehr in die Heimat. Diese Jahre prägten ihn: Das ländliche Leben, die Eigenheiten der Dorfbewohner, Frömmigkeit, Kleinbürgerlichkeit und menschliche Schwächen wurden später zu wichtigen Stoffen seiner satirischen Arbeiten.
Seinen Durchbruch als Schriftsteller (und Zeichner) erreichte Busch 1865 mit „Max und Moritz“, der Geschichte zweier Lausbuben, die in sieben Streichen ihre Umgebung quälen und am Ende selbst grausam bestraft werden. Das Werk wurde zunächst nicht sofort als großer Erfolg erkannt, entwickelte sich aber bald zu einem Klassiker. Buschs besondere Stärke lag darin, Bild und Text eng miteinander zu verbinden: Die Verse sind knapp, pointiert und rhythmisch, die Zeichnungen treiben die Handlung voran und verstärken den Witz - eine Erzählweise, die später oft als Vorläufer des Comics verstanden wurde.
Neben „Max und Moritz“ schrieb und zeichnete Busch zahlreiche weitere Bildergeschichten, darunter „Die fromme Helene“, „Plisch und Plum“, „Hans Huckebein, der Unglücksrabe“ und „Fipps, der Affe“. Häufig entlarvte er Heuchelei, Eitelkeit, Trunksucht, falsche Moral und die Abgründe hinter bürgerlicher Wohlanständigkeit. Sein Humor ist oft dunkel, manchmal grausam, aber stets scharf beobachtet.
Sein erster eigenständiger Gedichtband trug den Titel "Kritik des Herzens" (in Anlehnung an Immanuel Kants "Kritik der reinen Vernunft") und erschien im Jahr 1874. Mit seinen Gedichten wollte er sich seiner Leserschaft als neuer, ernsthafter Autor zeigen (z.B. Die Selbstkritik hat viel für sich oder
Die erste alte Tante sprach).
Die zeitgenössische Kritik reagierte auf die 81 Gedichte überwiegend verständnislos bis vernichtend. Erst nach nach seinem Tod erreichten auch Buschs Gedichtbände ein größeres Publikum.
In späteren Jahren zog sich Busch zunehmend zurück und litt stark unter den Folgen eines lebenslangen Alkohol- und Nikotinmissbrauch. Er lebte unter anderem in seinem Heimatdorf Wiedensahl und Mechtshausen (Harz), malte, schrieb Gedichte und Prosa und pflegte ein eher einsames Leben.
Am 9. Januar 1908 starb Wilhelm Busch in Mechtshausen und wurde auf dem dortigem Friedhof begraben.
Zur Übersicht der wichtigsten DichterInnen die in dieser Gedichtesammlung vertreten sind.
Gedichte werden der literarischen Gattung der Lyrik zugeordnet und zeichnen sich durch besondere sprachliche Gestaltung aus. Die Texte sind meist relativ kurz und arbeiten mit Klang, Rhythmus, Bildern und Emotionen.
Das Wort „Dichter” geht auf das lateinische „dictāre“ zurück, was „mit Nachdruck sagen” bedeutet. Das Wort „Poet” hängt ebenso wie „Poesie” mit dem griechischen Verb „poiein“ zusammen, das unter anderem „schaffen” bedeutet.
Wir präsentieren hier eine Sammlung guter Gedichte, Sonette und Balladen des bekannten Dichters Wilhelm Busch (1832 - 1908). In dieser Liste sind sowohl kurze & lange als auch lustige & nachdenkliche lyrische Werke enthalten.
Gedichte