I.
Es ist halt schön,
Wenn wir die Freunde kommen sehn.
Schön ist es ferner, wenn sie bleiben
Und sich mit uns die Zeit vertreiben.
Doch wenn sie schließlich wieder gehn,
Ist´s auch recht schön.
II.
Bau nicht zu sehr auf Worte stolz,
Selbst von den nett’sten Kerlen;
Versprechen klingt wie Eichenholz,
Das Halten ist von Erlen.
III.
Wo du bist und wo ich sei,
ferneweg und nahebei -
überall und auch indessen
werd′ ich deiner nicht vergessen.
IV.
Dein gedenk′ ich, still erfreut,
selbsten in der Einsamkeit -
ja, im dicksten Publikum
schwebt mein Geist um dich herum.
Das Gedicht "Stammbuchvers" stammt von Wilhelm Busch (1832 - 1908).
Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
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