Immer wiederkehrst du, Melancholie,

O Sanftmut der einsamen Seele.

Zu Ende glüht ein goldener Tag.

 

Demutsvoll beugt sich dem Schmerz der Geduldige

Tönend von Wohllaut und weichem Wahnsinn.

Siehe! es dämmert schon.

 

Wiederkehrt die Nacht und klagt ein Sterbliches,

Und es leidet ein anderes mit.

 

Schauernd unter herbstlichen Sternen

Neigt sich jährlich tiefer das Haupt.


Das Gedicht "In ein altes Stammbuch" stammt von   (1887 - 1914).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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