Stammbuchvers, der, von links nach rechts und von oben nach
unten gelesen, entgegengesetzte Rathschläge giebt
Habe nur deine Lust - mein Freund, an seltnen Gaben
An eines Mädchens Brust - kannst du dich schwerlich laben.
Der hat sich wohl gesellt - wer Kunst und Weisheit liebt,
Der sich zu Mädchen hält - der ist nur stets betrübt.
Das ist vortrefflich schön - bei seinen Büchern sitzen
Den Jungfern nachzusehn - wird dir sehr wenig nützen.
Drum rath ich dir allein - die Künste fortzutreiben
Bei Schönen nur zu sein - das, rath ich dir, laß bleiben.
Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
Empfehlungen
Weitere gute Gedichte des Autors:
Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.
Zur Startseite:
Gedichte