Sophiens Schatten gewidmet

 

Wenn über mir das reine Blau der Luft

Und rings um mich der Blüthenbäume Duft

Den Frühlingstag in mein Gedächtniss ruft,

Der unsre Herzen liebend einst verband,

Als ich zuerst Dein Innerstes verstand -

Dann blick′ ich, wie in meines Glücks Ruinen,

Hin auf Dein Grab, um das Cipressen grünen.

 

Und dann berührt das Bild vergangner Stunden

Auf′s neu in mir der ew′gen Trennung Wunden.

Dich zu verlieren hatt′ ich Dich gefunden! -

Und Thränen fliessen jenem Frühlingstag

Und Dir, die Du ihm lächelnd glichest, nach.

Doch ach, so heiss, so bitter sie auch rinnen -

Sie können nicht der Gruft Dich abgewinnen.


Das Gedicht "Der Frühlingstag" stammt von   (1777 - 1849).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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