Novalis
(* 1772-05-02, † 1801-03-25)
Eigentlicher Name: Georg Friedrich Philipp Freiherr von Hardenberg.
Geboren auf Schloss Oberwiederstedt, gestorben in Weißenfels.
Deutscher Schriftsteller der Frühromantik, Philosoph und Bergbauingenieur.

Einordnung

Novalis zählte neben Tieck und Brentano sowie Schlegel zum Kreis der sogenannten Jenaer Frühromantik (vergleiche auch Adelbert von Chamisso)

 


 

Novalis, mit bürgerlichem Namen Georg Philipp Friedrich Freiherr von Hardenberg, wurde am 2. Mai 1772 auf Schloss Oberwiederstedt im heutigen Sachsen-Anhalt geboren. Er war das zweite von elf Kindern aus einer alten, frommen Adelsfamilie. Sein Vater war streng pietistisch geprägt, was Novalis’ Denken und seine Lyrik stark beeinflusste. Schon früh zeigte sich seine außergewöhnliche Begabung: Er war aufmerksam, empfindsam und wissbegierig.

Nach einer zunächst häuslichen Erziehung besuchte Hardenberg mehrere Schulen und begann anschließend ein Studium der Rechtswissenschaften. Er studierte unter anderem in Jena, Leipzig und Wittenberg. In Jena hörte er Vorlesungen bei Friedrich Schiller, der für ihn zu einem wichtigen geistigen Vorbild wurde. Im Juni 1794 schloss Novalis das Jurastudium mit bestem Examen ab.
Außerdem lernte er bedeutende Persönlichkeiten der Frühromantik kennen, darunter Friedrich Schlegel und Ludwig Tieck . In dieser Zeit entwickelte sich Novalis zu einem Denker, der Philosophie, Religion, Naturwissenschaft und Poesie eng miteinander verband.

Ein entscheidendes Ereignis in seinem Leben war die Begegnung mit Sophie von Kühn (1782 - 1797). Novalis verlobte sich 1795 heimlich mit ihr, obwohl sie erst 13 Jahre alt war. Sophies früher Tod im Jahr 1797 erschütterte ihn zutiefst. Aus dieser Erfahrung entstanden viele seiner bedeutendsten dichterischen Gedanken: die Sehnsucht nach dem Unendlichen, die Verbindung von Liebe und Tod sowie die Vorstellung, dass die sichtbare Welt nur ein Zeichen für eine tiefere, geistige Wirklichkeit sei.

Beruflich arbeitete Novalis zunächst im Verwaltungsdienst und beschäftigte sich später intensiv mit Bergbau und Naturwissenschaften. Von 1797 bis 1799 studierte er Montanwissenschaften an der Bergakademie in Freiberg. Das Studium umfasste Bergwerkskunde, Mathematik und Chemie sowie die praktische Tätigkeit in den Gruben. Nach Beendigung seines Studiums war Novalis als Direktor von Salzbergwerken in Sachsen und später in Thüringen tätig.
Für ihn war Natur nicht bloß ein Gegenstand der Forschung, sondern ein geheimnisvolles, lebendiges Ganzes.

Seine zweite Verlobung ging Novalis im Dezember 1798 mit der Tochter des Berghauptmanns und Freiberger Professors Johann Friedrich Wilhelm von Charpentier ein: Julie von Charpentier (1776 – 1811).

Sein literarisches Werk blieb wegen seines frühen Todes unvollendet, hatte aber großen Einfluss. Berühmt wurden vor allem die „Hymnen an die Nacht“, in denen Trauer, mystische Erfahrung und Hoffnung auf Erlösung eindrucksvoll verschmelzen. Auch der Roman „Heinrich von Ofterdingen“ blieb Fragment, wurde aber zu einem Schlüsselwerk der Romantik. Die darin auftauchende „blaue Blume“ gilt bis heute als zentrales Symbol romantischer Sehnsucht.

Am 25. März 1801 starb Friedrich von Hardenberg in Weißenfels (im Burgenlandkreis in Sachsen-Anhalt) an einem Blutsturz infolge der „Schwindsucht“ (Tuberkulose). Er wurde auf dem Alten Friedhof in Weißenfels beigesetzt.





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Gedichte werden der literarischen Gattung der Lyrik zugeordnet und zeichnen sich durch besondere sprachliche Gestaltung aus. Sie sind meist relativ kurz und arbeiten mit Klang, Rhythmus, Bildern und Emotionen.
Das Wort „Dichter” geht auf das lateinische „dictāre“ zurück, was „mit Nachdruck sagen” bedeutet. Das Wort „Poet” hängt ebenso wie „Poesie” mit dem griechischen Verb „poiein“ zusammen, das unter anderem „schaffen” bedeutet.

Wir präsentieren hier eine Sammlung guter Gedichte, Sonette und Balladen des bekannten Dichters Novalis. In dieser Liste sind sowohl kurze & lange als auch lustige & nachdenkliche lyrische Werke enthalten.