Murmle stiller, Quellchen, durch den Hain,

Hold durchflochten von der Sonne Schimmer,

Singe deine süßen Lieder immer

Sanft umdämmert von den Frühlingsmai′n.

 

Philomele ruft Akkorde drein,

Leiser Liebe zärtliches Gewimmer,

Da wo sich das zarte Ästchen krümmer

Neiget zu der Welle Silberschein.

 

Käme Molly doch hieher gegangen,

Wo Natur im Hirtenkleide schwebt,

Allgewaltig mir im Busen webt,

 

Reizvoll würde sie die auch umfangen,

Und vergessen ließ ein einzger Kuß

Uns vergangnen Kummer und Verdruß.


Das Gedicht "Die Quelle" stammt von   (1772 - 1801).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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