Sitzen die Lieben vereint im traulichen Kreis, Cölestine,

Halt′ einen Stuhl unbesetzt für den geschiedenen Freund.

Ruhelos irrt er ja immer, Du weißt es. Bald rennet der Kopf ihm

Mit dem Herzen davon, bald mit dem Kopfe das Herz.

Darum sorge für ihn, Du freundlich gesinnte Cölesta,

Daß ihm ein lediger Sitz bleib′ in dem Kreise bewahrt;

Kehrt er ermüdet und sieht, wie umsonst er gestrebt, o gewiß, dann

Thut ihm ein traulicher Sitz unter Befreundeten wohl!


Das Gedicht "In das Stammbuch einer Freundin" stammt von   (1790 - 1862).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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