Die gute Frau, wem ist sie zu vergleichen?
Dem Stückchen Zucker, das in's Wasser fällt
Und keine Kraft der Kraft entgegenstellt,
Die ringsum eindringt, ganz es zu erweichen.
Es schmilzt, wird nichts. O unerquicklich Zeichen
Der Schwäche, die nicht Wehr und Waffen hält!
Gibt es ein ärmer Wesen auf der Welt?
Und dem willst du ein Frauenherz vergleichen?
Geh' hin, vom Glas zu kosten und zu trinken!
Dann sage, wer den Andern hat bezwungen,
Wer unterlag im Kriege ohne Krieg!
Ein Wirken war das willige Versinken,
Ganz ist der Trank von Süßigkeit durchdrungen,
ganze Opfer war ein ganzer Sieg.
Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
Empfehlungen
Weitere gute Gedichte des Autors:
Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.
Zur Startseite:
Gedichte