Sei gesund, nicht öfter krank,
Als die Sterblichkeit es bringt.
Nie erfahre Trug und Rank,
Der mit Schlangenring umschlingt.
Zwist und Zwietracht, zäher Zank
Bleib' auf weite Meilen fern.
Ernte Dank und zolle Dank,
Diene gern, nimm Gabe gern.
Freue dich an Spiel und Schwank,
Fröhlich sei zur guten Stund',
Aber ernst und ohne Wank
Ankre in des Lebens Grund.
Sag' die Wahrheit frei und frank,
Hell, mit mildem Blick und Mund.
Lerne gern, die Schülerbank
Ziemt uns, nimmer lernt man aus;
Der Gedanke, rein und schlank,
Hebt den Geist aus Qualm und Graus.
Halte deine Seele blank.
Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
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