Was mir erwarb

Ihr süßes Licht

Was ihr verdarb

Mein Angesicht

Warum sie starb

Ich weiß es nicht.

 

Die Märchenbraut

Lag so im Tod

Dem Blick vertraut;

Der Wange Rot

Wer es geschaut

Fiel neu in Not.

 

Als hübe sie

Die er gewann

Die wie der Früh-

Tau ihm zerrann

Als hübe sie

Zu sprechen an:

 

Was dich mir warb

Damals im Licht

Was mich verdarb

Für dein Gesicht

Warum ich starb

Ich weiß es nicht.

 

Wir wissen beid

Nicht wies geschah

Wir sind im Leid

Uns nun ganz nah

An deine Seit

Sehnt ich mich ja.

 

Reiche mir Lieber

Noch deine Hand.

Ist sie im Fieber

Wie ich sie fand

Als sie hinüber

Gab mir den Brand?


Das Gedicht "Tote Liebe" stammt von   (1899 - 1929).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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