Ich hab dich lieb, kannst du es denn ermessen,

Verstehn das Wort, so traut und süß?

Es schließet in sich eine Welt von Wonne,

Es birgt in sich ein ganzes Paradies.

 

Ich hab dich lieb, so tönt es mir entgegen,

Wenn morgens ich zu neuem Sein erwacht;

Und wenn am Abend tausend Sterne funkeln,

Ich hab dich lieb, so klingt die Nacht.

 

Du bist mir fern, ich will darob nicht klagen,

Dich hegen in des Herzens heil’gem Schrein.

Kling fort, mein Lied! Jauchz auf, beglückte Seele!

Ich hab dich lieb, und nie wirds anders sein.


Das Gedicht "Alte Liebe" stammt von (* 1864-07-24, † 1918-03-09).





Ein Gedicht ist eine besondere sprachliche Ausdrucksform, das aus Versen (und Strophen) besteht, die sich i.d.R. reimen.
Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern verdichten Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





Zur Startseite: Gedichte