Als mir, von goldner Freiheit noch umfangen,

Des Daseins Fülle blühend sich erschloss,

Da war′s ein dunkles, heiliges Verlangen,

Das über mich der Sehnsucht Flammen goss.

 

Da blickt ich froh und kühn in die Gefilde

Der Zukunft hin, von Morgenrot beglänzt;

Das Leben schien in ungetrübter Milde

Von der Natur mir tausendfach umkränzt.

 

Und doch - von allen Blüten, die es schmücken,

Von allen Freuden, die das Herz beglücken,

Verdient nur eine, dass man sie beweine.

 

Es ist das süsse, trunkene Entzücken,

Das nur durch Schweigen wagt sich auszudrücken

In stummer Liebe seeligem Vereine.


Das Gedicht "Sonett" stammt von   (1777 - 1849).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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