Frankfurt, April 1848.
Schmettre, du Lerche von Oesterreich
Hell von der Donau zum Rhein!
Juble! Du kommest aus Morgenroth,
Ziehest in Morgenroth ein.
Schwinge dich, Adler von Oesterreich,
Ledig von Fessel und Band,
Bringe die Grüße vom Donaubord
Allem germanischen Land!
Jauchze, du Herze von Oesterreich,
Jauchze mit jubelndem Schrei:
Heil dir, mein deutsches Vaterland,
Einig und mächtig und frei!
Brüder, wir Boten aus Oesterreich
Grüßen euch traulich mit Sang;
Schlagt ihr mit freudigem Handschlag ein,
Hat es den rechten Klang.
Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
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Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.
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