Wann die Nymphen sich ergötzen,

Und sie etwan in dem Hetzen

Eines Dornes Stachel ritzt:

Wo der Ritz sich hin ergossen,

Macht er Floramoren sprossen,

Blutes Purpur auf sie spritzt.

 

Jene mag die Meerschneck′ mahlen,

Die zu Hof in Purpur prahlen,

Die ein prächtig Elend ziert:

Schöner sind die Tausendschönen,

Die uns hier mit Freiheit krönen,

Wo man fromme Heerden führt.

 

Amarante, Liebesblüthe!

Blumen liebe ich und biete

Ehre vor den andern dir.

Du den Blumhold ehre wieder,

Stehe, wann ich liege nieder,

Dort um meine Grabesthür.


Das Gedicht "Floramor oder Tausendschön" stammt von   (1626 - 1681).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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