Die Nacht holt heimlich durch des Vorhangs Falten
aus Deinem Haar vergeßnen Sonnenschein.
Schau, ich will nichts, als Deine Hände halten
und still und gut und voller Frieden sein.
Da wächst die Seele mir, bis sie in Scherben
den Alltag sprengt; sie wird so wunderweit:
an ihren morgenroten Molen sterben
die ersten Wellen der Unendlichkeit.
Das Gedicht "Die Nacht holt heimlich durch des Vorhangs Falten" stammt von Rainer Maria Rilke (1875 - 1926).
Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
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