Erst eine Kindheit, grenzenlos und ohne

Verzicht und Ziel. O unbewußte Lust.

Auf einmal Schrecken, Schranke, Schule, Frohne

und Absturz in Versuchung und Verlust.

 

Trotz. Der Gebogene wird selber Bieger

und rächt an anderen, daß er erlag.

Geliebt, gefürchtet, Retter, Ringer, Sieger

und Überwinder, Schlag auf Schlag.

 

Und dann allein im Weiten, Leichten, Kalten.

Doch tief in der errichteten Gestalt

ein Atemholen nach dem Ersten, Alten...

 

Da stürzte Gott aus seinem Hinterhalt.


Das Gedicht "Imaginärer Lebenslauf" stammt von   (1875 - 1926).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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