(An Karl Henckell.)

 

Gestern die Welt in Grau,

Rieselnder Regen troff,

Himmel und Erde ersoff;

Heute der Himmel blau.

Sonnenschein goldgüssig träuft,

Ueber die Halme läuft

Wogewind lau.

Zürnegotts Reich zerfällt!

Heiteres Heidentum

Leuchtet das Leidentum

Froh aus der fröhlichen Welt.

Siegendes Licht zerriß

Hockende Finsternis.

Alles erhellt!


Das Gedicht "Lichtglaube" stammt von   (1865 - 1910).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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