Dass Deine Hand auf meiner Stirne liegt,
Wenn mich das Sterben in der Wiege wiegt,
Die leis hinüber ins Vergessen schaukelt,
Von schwarzen Schmetterlingen schwer umgaukelt.
Ein letzter Blick in Deine braunen Sonnen:
Vorüber strömen alle uns're Wonnen
In einer bitter-süssen Letztsekunde;
Ein letzter Kuss von Deinem warmen Munde,
Ein letztes Wort von Dir, so liebeweich:
Dann hab' ich, eh' ich todt, das Himmelreich,
Und tauche selig in den grossen Frieden:
Der Erde Holdestes war mir beschieden.
Das Gedicht "Letzter Wunsch" stammt von Otto Julius Bierbaum (1865 - 1910).
Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
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