Fräulein Gigerlette

Lud mich ein zum Thee.

Ihre Toilette

War gestimmt auf Schnee;

Ganz wie Pierrette

War sie angethan.

Selbst ein Mönch, ich wette,

Sähe Gigerlette

Wohlgefällig an.

 

War ein rotes Zimmer,

Drin sie mich empfing,

Gelber Kerzenschimmer

In dem Raume hing.

Und sie war wie immer

Leben und Esprit.

Nie vergeß ichs, nimmer:

Weinrot war das Zimmer,

Blütenweiß war sie.

 

Und im Trab mit Vieren

Fuhren wir zu zweit

In das Land spazieren,

Das heißt Heiterkeit.

Daß wir nicht verlieren

Zügel, Ziel und Lauf,

Saß bei dem Kutschieren

Mit den heißen Vieren

Amor hinten auf.


Das Gedicht "Gigerlette" stammt von   (1865 - 1910).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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