(Präludium auf der Maultrommel ad libitum.)

Hätt' ich Geld, ich wüsste wohl,
Was ich thät', genau:
Hätt' ich Geld, ich nähme dich
Augenblicks zur Frau,
Nähme dich und schleppte dich
In den Liebesbau,
Den ich baute, - hätt' ich Geld.
Hätt' ich Geld, ach, hätt' ich Geld.
Wärst du meine Frau.

Hätt' ich Geld, ich wärmte dir
Wohl ein Nesterl aus,
Hätt' ich Geld: bums in der Falle
Sässe meine Maus,
Nimmer liess ich, nimmer sie,
Nimmer sie heraus
Aus der Falle, - hätt' ich Geld,
Hätt' ich Geld, ach, hätt' ich Geld,
Meine liebe Maus.

Hab' kein Geld. Was ist denn das,
So ein Kassenschein?
Hab' kein Geld. Ja, Phantasie,
Phantasie ist mein.
Güter hab' ich auf dem Mond
Und im Herzen dein.
Leise brumm' ich: hätt' ich Geld,
Hätt' ich Geld, ach, hätt' ich Geld,
Wär' das Mädel mein.


Das Gedicht "Brummständchen" stammt von   (1865 - 1910).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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