Grell entfuhr der Blitz den umwölkten Höhen,

Und der Donner Wut übertönte, lange

Dumpf verhallend noch, den in schwarzen Strömen

Rauschenden Regen.

 

Nun ist alles stumm. - Nur wenn hin und wieder

Über Blum′ und Blatt ein geheimer Schauer

Huscht, fällt erdenwärts, wie in Träumen leise

Tropfen auf Tropfen. -

 

Unheil traf dein Herz, und am heitern Tage

Trat das Unglück wild in dein junges Leben.

Schlag traf schnell auf Schlag, und des Lebens Traum ist

Eilig zerstoben.

 

Ode ruht dein Herz. - Durch den müden Leib nur

Hin und wieder fliegt ein erinnernd Beben,

Und vom Auge rinnt, dem geschlossnen, leise

Tropfen auf Tropfen.


Das Gedicht "Nach dem Gewitter" stammt von   (1862 - 1926).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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