Heute will ich fröhlich, fröhlich sein,

Keine Weis’ und keine Sitte hören;

Will mich wälzen und für Freude schrein,

Und der König soll mir das nicht wehren;

 

Denn er kommt mit seiner Freuden Schar

Heute aus der Morgenröte Hallen,

Einen Blumenkranz um Brust und Haar

Und auf seiner Schulter Nachtigallen;

 

Und sein Antlitz ist ihm rot und weiß,

Und er träuft von Tau und Duft und Segen -

Ha! Mein Thyrsus sei ein Knospenreis,

Und so tauml’ ich meinem Freund entgegen.


Das Gedicht "Der Frühling, am ersten Maimorgen" stammt von (* 1740-08-15, † 1815-01-21).





Ein Gedicht ist eine besondere sprachliche Ausdrucksform, das aus Versen (und Strophen) besteht, die sich i.d.R. reimen.
Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern verdichten Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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