Ich sah dich an, o daß ich dich

Niemals gesehn, nun bin ich blind,

Nun bist du groß, nun führst du mich

Ein irres Kind.

 

Und wo das Haus, das sichre Haus

Mir einst im Wind geborgen stand,

Da zieh ich aus, da zieh ich aus

In Niemands Land.

 

Und wo ich bleib und wo ich steh,

Wächst Schierling süß und duftet wund,

Umhaucht mich schwer, bespricht mich weh

Dein liebster Mund.

 

Wohin ich geh, wohin ich treib,

Traum treibt mich um, niemehr erwacht

Die trübe Seel, der arme Leib

Aus deiner Nacht.


Das Gedicht "Ich sah dich an..." stammt von   (1899 - 1929).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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