Er atmet ihre Schwüle längst nicht mehr,

Doch lastet seinem Nacken immer noch der Traum der großen Seen

Und läßt ihn tief zum Sand gebückt und schwer

Im Takt zur Wiederkehr der Eisenstäbe gehn.

Er möchte wohl der Glanz der Papageien sein,

Das Duften der Reseden und der Walzerklang,

Doch bricht kein Strahl den trüben Spiegel seines Auges ein:

Die Hand trägt still gefaltet den beträumten Gang

Dem fremden Leuchten still und fremd vorbei.

Manchmal, im Schrei,

Der fernher trifft, fühlt er sich jäh dem Schlund

Des Schlafes steil emporgereckt entragen

Und knirschend seiner Stirne aufgewandtes Rund

An steingewölbte Firmamente schlagen.


Das Gedicht "Der Gorilla" stammt von   (1899 - 1929).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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