Dann, wenn Du gehst, scheinst Du mir nie gewesen.

Ich finde mich, wie der vom Traum erwacht,

Versehnt nach einer nächsten tiefern Nacht,

Zur alten Lüge lächelnd zu genesen.

 

Dann, wenn Du kommst, weiß ich mich nicht erhalten

Je ohne Dich, Du Herz der toten Welt:

Du Brand, vor dessen Glut mich das Erkalten,

Dem ich entrann, erinnernd überfällt -

 

So schwank ich, willig immer zu verlachen

Der frühern Stunde Armut; find ich mich

Zwischen Phantomen taumelnd; in den Rachen

 

Gleit ich der Zeit, unwissend: liebt ich Dich

Eben im Traum, eben im Traum-Erwachen?

Dies nur: ich tats, blieb unabänderlich.


Das Gedicht "Dann, wenn du gehst..." stammt von   (1899 - 1929).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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