Träne des Himmels: der Regen fiel

Tödlich wie Schwermut fällt

Auf das geliebte zerbrochene Spiel

Auf die verwesende Welt.

 

Herbst schon rollte sie schwelgend hinab,

Purpurner Untergang,

Sanft nun wiegt sie zu Grab

Eigener Wehmut Gesang.

 

Da: im silbernen Blitz der Fröste

Sieh, Erstarrung fällt,

Selige Form; es tanzt im Kristall die erlöste

Tanzt die gerettete Welt.


Das Gedicht "Schnee" stammt von   (1899 - 1929).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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