Du treue Hand, die ohne Beben

Einst meiner Hand so fest vertraut,

Hast mit mir ein zerfall′nes Leben

Zu neuer Schönheit aufgebaut.

 

Du weiche Hand, in trüben Tagen

Hast du so freundlich mich gepflegt,

Liebreich gesorgt für mein Behagen

Und mir den Pfühl zurecht gelegt.

 

Du kluge Hand, die Melodien,

Die mir die blüh′nde Lippe singt,

Begleitest du mit Harmonien,

Daß voll das Lied zum Herzen dringt.

 

Du fromme Hand, in heil′gen Stunden

Hast du die meine sanft gedrückt,

Wenn uns die heiligste der Kunden,

Das treue Gotteswort erquickt.

 

Du fleiß′ge Hand, die nur zum Dienen

Von früh bis Abend froh bereit,

In dir ist mir das Bild erschienen

Der echten deutschen Weiblichkeit.

 

D′rum schwärmt auch rastlos mein Gedanke,

Mein Lieb, um deine liebe Hand,

Ein Falter, den die Blütenranke

In ihren Zauberkreis gebannt.


Das Gedicht "Auf ihre Hand" stammt von   (1816 - 1896).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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