Soll Euch Eure Liebe bleiben,

Müßt Ihr in die Wüste fliehn,

Dort, wohin nicht Weg noch Bahnen,

Fern von Menschen müßt Ihr ziehn.

 

Eine Höhle wählt zum Hause,

In der Oede tiefstem Grund;

Wollt Ihr Euern Himmel retten,

Bergt Euch in der Felsen Schlund!

 

Und zum Pförtner nehmt den Tiger,

Daß die Nahenden er gleich

Würge! Die er nicht zerreißet,

Wahrlich, sie zerreißen Euch!

 

Denn, daß Zwei sich eigen leben,

Können nicht die Menschen sehn;

Wo sich Liebende beglücken,

Möchten sie vor Neid vergehn!

 

Darum bergt Euch allen Augen,

Mit dem Thier der Wildniß lebt,

Und mehr als vor seinem Grimme,

Vor dem besten Freunde bebt!


Das Gedicht "Die Wildniß" stammt von   (1790 - 1862).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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