Ihr könnt uns Poesie nicht lehren,
Und doch docirt Ihr uns so viel;
Die Poesie, ein göttlich Spiel,
Will sich an Euer Wort nicht kehren.
Frei wie die Luft schwebt sie dahin,
Sie läßt sich nicht in Bande schlagen;
Sie folgt dem eignen innern Sinn,
Ist Duft und Klang, emporgetragen
Vom milderwärmten Frühlingshauche;
Sie fragt nicht viel nach Eurem Brauche.
Hat mir ein Gott die Kraft gewährt,
So, wie sie mir im Innern glühen,
Die Flammen, die mein Busen nährt,
In Worten glühend auszusprühen,
So will ich dichten, weil ich′s kann,
Was gebt mich Euer Kritteln an! –
Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
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