Mir träumt' ich sey entronnen,

Ein Todter, dem Erdenschmerz;

Ein Krater, der ausgeglommen,

Und Asche sey mein Herz.

 

Und was ich im Leben empfunden,

Es wäre zerflossen wie Rauch,

Meine Wonne wäre verschwunden,

Und all' meine Schmerzen auch:

 

So lag ich in langem Traume,

Schlief einen tiefen Schlaf,

Unter dem Zauberbaume

Als ihn ein Blitzstrahl traf!

 

Da kehrten die Sinne, es sprangen

Die Adern mir wieder frei,

Ich fühlt' es an meinem Bangen,

Das Leben erwache neu!

 

Und wie ich mich wieder erhoben,

Mir selber kaum bewußt,

Da fühlt' ich sie alle toben

Die Orkane in meiner Brust! –


Das Gedicht "Der Zauberbaum" stammt von   (1790 - 1862).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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