Die Blume blühet und verblüht,
Zu ihres Schöpfers Ruhme;
Wer heut’ noch ihre Schönheit sieht,
Ist morgen schon, wie sie, verblüht:
Der Mensch ist eine Blume.
Und wie die Blume wieder blüht,
Wenn Gottes Auge nieder
Auf sie von seinem Himmel sieht,
Und unter ihr die Erde glüht:
So blüht der Mensch auch wieder!
Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.
Zur Startseite:
Gedichte