Am Himmel steht ein schöner Stern,

Der heißt der Stern der Liebe,

Man sucht ihn auf, man sieht ihn gern,

Und ist’s am Himmel trübe,

Dann missen wir sein schönes Licht,

Denn durch die Wolken scheint er nicht.

 

Wenn ich zu meinem Mädchen geh’

Im Kühlen und im Dunkeln,

Und dann den Stern der Liebe seh’

Am dunkeln Himmel funkeln,

Dann fühl’ ich Liebe, dann ruf’ ich:

Komm’ Mädchen, komm’ und küsse mich!

 

Dann kommt’s, dann fühlt das Mädchen sich,

Als wenn’s mich küssen müßte;

So zärtlich küßt’s, als wenn es mich

Nur mit der Seele küßte;

Dann wird’s vertraulich, nennt mich du,

Und alle Sternlein sehen zu!


Das Gedicht "Der Stern der Liebe" stammt von (* 1719-04-02, † 1803-02-18).





Ein Gedicht ist eine besondere sprachliche Ausdrucksform, das aus Versen (und Strophen) besteht, die sich i.d.R. reimen.
Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern verdichten Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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