Und wieder zieht mit Duft, und Glanz

Der junge Frühling ein,

Und wieder macht uns trunken ganz

Des Jubels Feuerwein.

 

Und wieder sind wir voller Lust

Und froh und wolgemut;

Und wieder strömt uns in die Brust

Das junge Frühlingsblut.

 

Und doch ists nur das alte Blau,

Das alte Himmelslicht,

Der alte Duft, der alte Thau,

Der aus den Blüten bricht.

 

Und ringsum nur das alte Glück,

Dieselbe Herrlichkeit,

Die jeder Frühling bringt zurück

Seit märchendunkler Zeit.

 

Und wenn der Sänger, tief bewegt,

Sein Lied auch wieder singt,

Und höher ihm der Busen schlägt,

Und Alles jubelnd klingt.

 

Da lauscht ihr gem dem alten Sang,

Dem längstgehörten Lied,

Das als verjüngter Liebesklang

Euch in die Seele zieht.

 

Da lauscht ihr gerne fort und fort

Der Lieder vollem Schwung,

Denn Frühling, Lieb und Dichterwort

Die bleiben ewig jung.


Das Gedicht "Ewig" stammt von   (1819 - 1904).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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