Hoffnung gleichet einem Wilde/

Das ein ieder fangen kan/

Sie ist allen Hertzen milde/

Wer sie will/ der trifft sie an/

Aehnlicht einem Schatten-Bilde/

Folget der Begierden Bahn.

Hoffnung gleichet einem Wilde/

Das ein ieder fangen kan.

 

Solche Freude quillt vom Hoffen/

Die bey allen kehret ein.

Keiner/ der nach ihr geruffen/

Höret ein betrübtes Nein/

|Wer ihr Ohr und Hertz hält offen/

Kan allzeit vergnüget seyn.

Solche Freude quillt vom Hoffen/

Die bey allen kehret ein.


Das Gedicht "Hoffnung fleichet einem Wilde" stammt von   (1646 - 1699).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.



Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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