Hoffnung schlummert tief im Herzen

Wie im Lilienkelch der Tau

Hoffnung taucht, wie aus den Wolken

Nach dem Sturm des Himmels Blau

Hoffnung keimt,

ein schwaches Hälmchen

Auch aus nackter Felsenwand

Hoffnung leuchtet unter Tränen

Wie im Wasser der Demant

 

Schon so tausendfach betrogen

Armes, schwaches Menschenherz

Immer wendest du dich wieder

Gläubig trauernd himmelwärts

Wie Arachne unverdrossen

Täglich neue Netze spannt

Kreuze auch durch ihre Fäden

Täglich rauh des Schicksals Hand


Das Gedicht "Hoffnung" stammt von   (1800 - 1840).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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