(Weise: Ich hab mich ergeben)

 

Ein Ruf ist erklungen

Durch Berg und durch Tal:

Heraus, ihr deutschen Jungen,

Zum grünen Waffensaal!

 

Erwacht sind die Geister

Aus schmählichem Tod,

Als uns der alte Meister

Den deutschen Gruß entbot.

 

Da brausten die Flammen

Von tapferem Mut;

Da wogten sie zusammen,

Zu einer Seele Glut.

 

Verbannt sind die Geister,

Zerstört ist die Glut,

In Bande schlug den Meister

Der Herren feiger Mut.

 

Doch ist′s auch versunken

Das flammende Wort,

Es glüht ein guter Funken

Noch in der Asche fort.

 

Uns flammt noch das Auge

Von männlicher Lust,

Uns glüht vom Freiheitshauche

Die frische, frohe Brust.

 

Uns soll nicht vergehen

Der Funken der Nacht,

Bis einst der Freiheit Wehen

Zur Flamm ihn angefacht.

 

Dann schweben uns wieder

Die Geister voran,

Und deine Burg bricht nieder,

Du alter Meister Jahn!


Das Gedicht "Hoffnung" stammt von   (1802 - 1827).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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