Neulich deutschten auf Deutsch vier deutsche Deutschlinge deutschend,

Sich überdeutschend am Deutsch, welcher der Deutscheste sey.

Vier deutschnamig benannt: Deutsch, Deutscherig, Deutscherling, Deutschdich;

Selbst so hatten zu deutsch sie sich die Namen gedeutscht.

Jetzt wettdeuschten sie, deutschend in grammatikalischer Deutschheit,

Deutscheren Comparativ, deutschesten Superlativ.

"Ich bin deutscher als deutsch".

"Ich deutscherer".

"Deutschester bin ich."

"Ich bin der Deutschereste, oder der Deutschestere."

Drauf durch Comparativ und Superlativ fortdeutschend,

Deutschten sie auf bis zum - Deutschesteresteresten;

Bis sie vor comparativisch- und superlativischer Deutschung

Den Positiv von Deutsch hatten vergessen zuletzt.


Das Gedicht "Grammatische Deutschheit" stammt von   (1788 - 1866).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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