Vater, ich rufe dich!
Brüllend umwölkt mich der Dampf der Geschütze,
Sprühend umzucken mich rasselnde Blitze.
   Lenker der Schlachten, ich rufe dich!
            Vater, du führe mich!

            Vater, du führe mich!
Führ mich zum Siege, führ mich zum Tode:
Herr, ich erkenne deine Gebote.
   Herr, wie du willst, so führe mich!
            Gott, ich erkenne dich!

            Gott, ich erkenne, dich!
So im herbstlichen Rauschen der Blätter
Als im Schlachtendonnerwetter,
   Urquell der Gnade, erkenn′ ich dich.
            Vater, du segne mich!

            Vater, du segne mich!
In deine Hand befehl′ ich mein Leben;
Du kannst es nehmen, du hast es gegeben.
   Zum Leben, zum Sterben segne mich!
            Vater, ich preise dich!

            Vater, ich preise dich!
′s ist ja kein Kampf um die Güter der Erde.
Das Heiligste schützen wir mit dem Schwerte.
   Drum, fallend und siegend, preis′ ich dich.
            Gott, dir ergeb′ ich mich!

            Gott, dir ergeb′ ich mich!
Wenn mich die Donner des Todes begrüßen,
Wenn meine Adern geöffnet fließen:
   Dir, mein Gott, dir ergeb′ ich mich.
            Vater, ich rufe dich!


Das Gedicht "Gebet während der Schlacht" stammt von   (1791 - 1813).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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