1

 

Ist auch schmuck nicht mein Rößlein,

So ists doch recht klug,

Trägt im Finstern zu ′nem Schlößlein

Mich rasch noch genug.

 

Ist das Schloß auch nicht prächtig:

Zum Garten aus der Tür

Tritt ein Mädchen doch allnächtig

Dort freundlich herfür.

 

Und ist auch die Kleine

Nicht die Schönst auf der Welt,

So gibts doch just keine,

Die mir besser gefällt.

 

Und spricht sie vom Freien:

So schwing ich mich auf mein Roß -

Ich bleibe im Freien,

Und sie auf dem Schloß.

 

 

2

 

Wagen mußt du und flüchtig erbeuten,

Hinter uns schon durch die Nacht hör ichs schreiten,

Schwing auf mein Roß dich nur schnell

Und küss noch im Flug mich, wildschönes Kind,

Geschwind,

Denn der Tod ist ein rascher Gesell.


Das Gedicht "Der Soldat" stammt von   (1788 - 1857).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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