»Den Kuß und dann die Kralle,

So sind sie alle.

 

»Die Kralle, dann den Kuß

Macht ihnen nicht Verdruß.« –

 

»»Nimm's nicht so schwer! Laß ruh'n!

Sie wissen nicht, was sie thun.

 

»»Oder geh' fort! Geh', wandere!

's gibt andere,

Nicht alle sind Katzen

Und kratzen.

Bist eben zu lang geblieben;

Man muß mit gepacktem Koffer lieben.

 

»»Was ist der Koffer? Es ist dein Geist,

Der dich immer gefaßt sein heißt.

In die Liebe zumeist darf nur sich wagen,

Wer auch enden kann und entsagen.«« –

 

»Dank für den Rath, den mir die Weisheit spricht;

Er lautet: liebe, aber lieb' auch nicht.«


Das Gedicht "Dank für Rath" stammt von   (1807 - 1887).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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