Welch ein reizendes Bild! Der Baum, von ferne gesehen,
Zeigt uns nicht Zweige und Laub, zeigt uns die Blüten allein,
Die, zur Wolke geballt, ihn krönen, da scheint denn sein Wipfel
Uns ein magischer Kreis, leicht in den Aether gehaucht.
Gedichte
Friedrich Hebbel
Welch ein reizendes Bild! Der Baum, von ferne gesehen,
Zeigt uns nicht Zweige und Laub, zeigt uns die Blüten allein,
Die, zur Wolke geballt, ihn krönen, da scheint denn sein Wipfel
Uns ein magischer Kreis, leicht in den Aether gehaucht.
Das Gedicht "Im Frühling" stammt von Friedrich Hebbel (1813 - 1863).
Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.