Was fühlst du für Vergnügen,
In schreckender Gestalt
Dich einem Kind zu zeigen,
Das schon zum Grabe wallt?
Was hab′ ich denn genossen
(Nimmst du die Freuden weg,
Die meinem Geist geworden)
Auf meinem Lebensweg?
Erst nahmst du mir die Brüder;
Dann Vater, unsern Hort;
Noth machte mir die Heimath
Fast zum Verbannungsort.
Hat mich nicht der Gedanke
Gequält, früh brech′ mein Herz?
Und mehr als eignes Leiden
Der guten Mutter Schmerz?
Zum mindsten laß mich ruhig
Vollenden meine Bahn!
Hab′ jemals einem Menschen
Ich was zu Leid gethan?
Ich sterbe jung, und hoffte,
Ich würde alt, sehr alt;
Und sterb′ ich heut, - ist morgen
Mein Namen schon verhallt!
Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
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