Mond, meiner Seele Liebling,
Wie schaust du heut’ so blass?
Ist eines deiner Kinder,
O Mond, vielleicht unpass?

Kam dein Gemahl, die Sonne,
Vielleicht dir krank nach Haus?
Und du trittst aus der Wohnung,
Weinst deinen Schmerz hier aus?

Ach, guter Mond, ein gleiches
Geschick befiel auch mich.
Drin liegt mir krank die Mutter,
Hat mich nur jetzt um sich!

So eben schloss ihr Schlummer
Das Aug’ ein Weilchen zu;
Da wich, mein Herz zu stärken,
Vom Ort ich ihrer Ruh.

Trost sei mir, Mond, dein Anblick,
Ich leide nicht allein:
Du bist der Welt Mitherrscher,
Und kannst nicht stets dich freun!


Das Gedicht "An den Mond" stammt von   (1808 - 1825).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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