Das Schicksal
Heut bin ich in der Laune
Dir alles zu gewähren:
Sag′ alle deine Wünsche,
Ich will sie all′ erfüllen.
Das Mädchen
Ich werde dein Erbieten,
O Schicksal, nicht mißbrauchen:
Zum Glücklichsein bedarf ich
Nur Brot und Ruhm, nichts weiter.
Gedichte
Elisabeth Kulmann
Das Schicksal
Heut bin ich in der Laune
Dir alles zu gewähren:
Sag′ alle deine Wünsche,
Ich will sie all′ erfüllen.
Das Mädchen
Ich werde dein Erbieten,
O Schicksal, nicht mißbrauchen:
Zum Glücklichsein bedarf ich
Nur Brot und Ruhm, nichts weiter.
Das Gedicht "Des Mädchens Wünsche" stammt von Elisabeth Kulmann (1808 - 1825).
Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.