Da sitz' ich auf der Galerie,
Wie es dem Grame ziemt, im Dunkeln;
Im Saale drunten sitzet sie,
Wo viele hundert Kerzen funkeln.

Die Töne flattern durch den Saal,
Wie Vögelchen in Lust und Scherzen:
Ich denk' an dich, du meine Qual,
Du denkst an mich, ich spür's im Herzen.

Wir lauschen gleicher Harmonie
Mit gleichgestimmten, reinen Sinnen:
Ach, konnten denn die Herzen nie
Den gleichen schlag und Ton gewinnen?

Doch tief und tiefer sinket schon
Der Geist in träumendes Erinnern,
Vernimmt statt Horn- und Flötenton
Nur noch das Schmerzenslied im Innern.

Die Töne schweigen, und zu Zwei'n
Verlassen Glückliche die Schwelle:
Ich geh' allein, sie geht allein,
Ein jedes nach der öden Zelle.


Das Gedicht "Im Konzert" stammt von   (1808 - 1874).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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